Harmonische Klänge und gemütliches Beisammensein

Musikgesellschaft Aich feiert 160jähriges Bestehen

Aich. Mit einem OpenAir Konzert am Freitag im Biergarten des Landgasthofs Maier in Frauensattling und einem Festgottesdienst am Sonntag feierte die Musikgesellschaft Aich am letzten Wochenende ihr Jubiläum. Auch wenn es ganz anders geplant war: Nach der langen Pause – unter anderem musste das Jubiläumskonzert im April abgesagt werden – freuten sich Musiker und Zuhörer gleichermaßen über ein musikalisches Wiederhören. Mit dem Gottesdienst dankte die Musikgesellschaft für die zurückliegenden Jahre und gedachte der verstorbenen Mitglieder.

Nach einem kräftigen Regenschauer entwickelte sich das ausverkaufte OpenAir-Konzert zu einem wunderbaren Abend mit ausgezeichneter Blasmusik. Begonnen haben die 43 Musiker unter der Leitung von Johannes Winbeck mit dem kräftigen „König Ludwig Marsch“, gefolgt von einer Eigenkomposition von Simon Winbeck, dem Walzer „Unser Leben“. Passend zum Jubiläumsjahr spielten sie die „Jubiläumsfestpolka“. Außerdem durften natürlich einige Blasmusikklassiker wie „Der böhmische Traum“ und der Marsch „Bayerngruß“ nicht fehlen. Mit dem „Böhmischen Wind“ wurden die letzten Regentropfen weggeblasen. Die Filmmusik im Programm stammte aus dem Königlich Bayerischen Amtsgericht und „Wunderland bei Nacht“.

Bei so einem bayrischen Abend durfte natürlich ein Zwiefacher „Der bayrische Bauer“ nicht fehlen. Beendet haben die Musiker ihr Programm mit einem Stück aus der neuen Blasmusik. Mit „Ein Leben lang“ von den Fäaschtbänkler zeigten die Aicher, dass sie auch gesanglich eine starke Truppe sind. Das begeistere Publikum ließ die Musiker nicht ohne Zugaben von der Bühne. Mit dem Boggie Woogie „Rimballzello“, den die vereinseigene Tanzlmusik schon vor 40 Jahren spielte und dem Marsch „Manhattan Beach“ zeigte die Musikgesellschaft zum Abschluss zwei weitere Facetten ihres Repertoires.

Am Sonntag feierte Pfarrer Kaspindalin gemeinsam mit den Musikern und den Pfarrangehörigen von Aich im Pfarrgarten einen festlichen Jubiläumsgottesdienst. Ein Blechbläser-Ensemble umrahmte die Messe musikalisch, auch den Altardienst übernahmen zwei Musiker. Kaspindalin sprach in seiner Predigt von der Harmonie, die bei der Musikgesellschaft zu spüren ist. Gemeinsam Musik zu machen bedeute auch, Rücksicht auf den anderen zu nehmen. Er übertrug diesen Gedanken auf alle anderen Bereiche des Lebens. In diesem Sinne ist es wichtig, dass jeder auch auf die kleinen Instrumente achtet und nicht nur das große Bombardon den Ton angibt.

Ausgeklungen ist dann das Jubiläumswochenende mit einem gemütlichen vereinsinternen Grillfest, bei dem man sich auch mit ehemaligen Musikern über gemeinsame Erlebnisse austauschen konnte.

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